| 8. Januar |
US-Präsident Woodrow Wilson
legt sein
14-Punkte-Programm vor, dieses Dokument
wird jedoch durch Kaiser Wilhelm und seine Generäle tragischerweise
nicht gewürdigt. Später zu spät nach
Niederlage und Kapitulation des Deutschen Reichs wird man sich
darauf berufen die Entente wird dann nicht mehr verhandeln
sondern die Friedensbedingungen diktieren. Anstatt die Schuld des
Kaisers und der Generäle zu erkennen wird man Kriegsgegner, Aufständische
und Revolutionäre bezichtigen, dem „siegreichen Heer“
in den Rücken gefallen zu sein der Stoff der unseligen
Dolchstoßlüge. |
| 22. Januar |
In einer Rede vor dem amerikanischen
Senat fordert Präsident Woodrow Wilson einen „Frieden ohne
Sieger“. |
| 28. Januar |
Die deutsche Regierung lehnt Wilsons
Friedensbotschaft ab. |
| 28. Januar |
Beginn großer Streiks
in Berlin, Hamburg, München und andern deutschen Städten.
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| 3. März |
Unterzeichnung des Friedens
von Brest Litowsk. |
| 21. März |
Beginn der deutschen Frühjahrsoffensive
im Westen. |
| 6. April |
Landung japanischer Interventionstruppen
in Wladiwostock. |
| 17. April |
Ablehnung einer Reformvorlage zur
Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts
im preußischen Herrenhaus. |
| 30. Juni |
Dekret der bolschewistischen Regierung
über die Nationalisierung der industriellen Betriebe. |
| 2. Juli |
Landung englischer und französischer
Interventionstruppen an der Murmanküste. |
| 5. August |
Besetzung von Archangelsk durch englische
und französische Truppen. |
| 15. Sept. |
Die Alliierten durchbrechen die
Balkanfront. |
| 24. Sept. |
Bitte der Obersten
Heeresleitung an die Regierung, Friedensverhandlungen zu beginnen.
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| Fr. 27. Sept. |
Einbrechen der Alliierten in die
„Hindenburglinie“, die bereits 1916 ausgebaute Verteidigungslinie
von Arras über St. Quentin bis nach Soissons. (Von den Deutschen
„Siegfriedstellung“ genannt.) |
| Sa. 28. Sept. |
Ludendorff läßt dem
Reichskanzler Graf Hertling mitteilen, daß die OHL zu der Ansicht
gekommen sei, „daß eine Umbildung der Regierung ... notwendig
geworden sei“ und bittet ihn sofort ins Große Hauptquartier
nach Spa zu kommen. |
| So. 29. Sept. |
Ludendorff fordert ein Waffenstillstandsgesuch
binnen 24 Std., da er nicht mehr dafür garantieren könne,
eine militärische Katastrofe an der Westfront für mehr als
24 Std. zu verhindern. Der Kaiser akzeptiert die Forderungen der OHL
nach Parlamentarisierung und Bitte um Waffenstillstand. |
| 30. Sept. |
Waffenstillstand Bulgariens mit der
Entente.
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| 1. Okt. |
Telegramm der Obersten Heeresleitung
an die Regierung, man solle sofort ein Friedensangebot
abschicken.
Tagebucheintrag
des Generalstabsoberst von Thaer und Kommentar
dazu von S. Haffner |
| 3. Okt. |
Max
von Baden Reichskanzler; Staatssekretäre: Gröber, Erzberger,
Haussmann, Scheidemann
(erste parlamentarische Regierung). Brief
Hindenburgs an Reichskanzler Max von Baden |
| 4. Okt. |
Friedensnote
an Wilson.
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| 21. Okt. |
Entlassung Karl
Liebknechts aus dem Gefängnis. |
| 22. Okt. |
Befehl der Marineleitung zum Auslaufen
der Flotte. |
| 24. Okt. |
Annahme der Wahlrechtsvorlage im
preußischen Herrenhaus. |
| 26. Okt. |
Rücktritt Ludendorffs;
Gröner Nachfolger. |
| 30. Okt. |
Weigerung der Matrosen, mit der Flotte
auszufahren; Revolution in Wien; Sturz der österreichischen Monarchie.
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| 31. Okt. |
Waffenstillstand der Türkei
mit der Entente.
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| 3. Nov. |
Matrosenaufstand
in Kiel. |
| 7. Nov. |
Revolution
in München. Forderung der S.P.D.,
der Kaiser solle abdanken. Abschiedsgesuch des Reichskanzlers Max
von Baden. |
| 8. Nov. |
Bildung der Regierung Eisner-Auer
in München. |
| 9. Nov. |
Revolution
in Berlin. Rücktritt Scheidemanns
als Staatssekretär. Verkündigung der Abdankung
des Kaisers durch Max
von Baden. Ebert
Reichskanzler. Ausrufung der Republik durch Scheidemann.
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| 9. Nov. |
Philipp
Scheidemann (S.P.D.)
Bericht über den 9. Nov. 1918 |
| 9. Nov. |
Karl
Liebknecht (Spartakusbund)
Ausrufung der freien sozialistischen Republik |
| 10. Nov. |
Flucht
des Kaisers nach Holland. Bildung des Rates
der Volksbeauftragten: Ebert,
Scheidemann,
Landsberg (Mehrheitssozialisten), Haase,
Dittmann,
Barth
(Unabhängige). |
| 11. Nov. |
Unterzeichnung des Waffenstillstandes |
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Leiter der deutschen Delegation
im französischen Hauptquartier des General Foch in Compiègne
ist entgegen der sonstigen Gepflogenheiten kein General sondern ein
Zivilist: Matthias Erzberger.
Sowohl Hindenburg
und Ludendorff
als auch Groener
wollten die Verantwortung der Militärs für die Niederlage
abweisen und schufen so die Grundlage für die Dolchstoßlüge.
Die OHL
forderte bewußt die Entsendung einer zivilen Waffenstillstandsdelegation,
um vor der Öffentlichkeit die Politiker und nicht die OHL verantwortlich
zu machen. |
| 12. Nov. |
Kundgebung der Regierung; Ziel: Verwirklichung
des sozialistischen Programms. Beschluß, eine Sozialisierungskommission
zu bilden. |
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| 14. Nov. |
Verordnung der Volksbeauftragten,
daß alle Gesetze und Verordnungen in Kraft bleiben. |
| 16. Nov. |
Bildung einer Arbeitsgemeinschaft
zwischen Unternehmern und Gewerkschaften. |
| 26. Nov. |
Abbruch der Beziehungen der Regierung
Eisner
in München zur Regierung in Berlin. |
| 28. Nov. |
Thronverzicht Wilhelms
II. |
| 6. Dez. |
Beschluß der Volksbeauftragten,
Wahlen
zu einer Nationalversammlung auszuschreiben. |
| 10. Dez. |
Zusammentritt der Sozialisierungskommission;
Erklärung für Sozialisierung mit Entschädigung. |
| 23. bis 25. Dez. |
Straßenkämpfe
in Berlin zwischen revolutionären Matrosen und Regierungstruppen.
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| 29. Dez. |
Austritt der Unabhängigen aus
der Regierung; Eintritt der Mehrheitssozialisten Noske
und Wissell.
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