gegründet 1920 von Erich Schairer

100 Jahre ist es nun her, da bekam Erich Schairer – im Jahr 1919 – als wohlbestallter Chefredaktör der demokratischen Heilbronner „Neckarzeitung“ wegen begründeten Verdachts sozialistischer und sonstiger radikaler Neigungen vom Herrn Verleger den Stuhl vor die Türe gesetzt.

Der Chefredakteur der Heilbronner Neckar-Zeitung Dr. Erich Schairer leitete in der Ausgabe vom 15.11.1919 den Bericht über die Vernehmung des früheren kaiserlichen Staatssekretärs Karl Helfferich, der jegliche Kriegsschuld Deutschlands leugnete, mit einem bissigen Kommentar ein. Der konservative Verleger der Neckarzeitung ließ jedoch ohne Wissen oder Einwilligung seines Chefredakteurs den Vortext aus der Druckplatte herauskratzen. Das…

Er gilt als einer der mutigsten Journalisten der Weimarer Republik, der seine Wortgewalt und seinen Sprachwitz gezielt gegen politische Heuchelei, Nationalismus und Antisemitismus richtete: Erich Schairer. Ernst Jäckh empfiehlt ihn als Nachfolger von Theodor Heuss nach Heilbronn, als Heuss den Posten des Chefredakteurs der Neckar-Zeitung aufgibt, um in Berlin Geschäftsführer des Deutschen Werkbundes zu werden.…
„Das Inseratenwesen in privater Hand ist die Hauptursache des ganzen Verfalls unserer Presse“, befand vor beinahe 100 Jahren, am 4. Januar 1925, der Journalist Erich Schairer, der nach dem Krieg Herausgeber der „Stuttgarter Zeitung“ wurde. […] Über die Pressevielfalt im Stuttgart der 1920er-Jahre, als es dort noch über zwanzig Tageszeitungen gab, berichtet Dietrich Heißenbüttel in…
Nachdem das seitherige Mitglied der Altenschaft, Dr. Erich Schairer, Heilbronn, schon mehrmals die Gesamtstudentenschaft in wenig gewählter Weise beschimpft hat und auch sonst durch seine Stellungnahme in der Öffentlichkeit die Interessen der Gesellschaft schädigt, stellt die aktive Gesellschaft den Antrag, daß Dr. Schairer aus der Altenschaft ausgeschlossen wird. Antrag der Activitas vom 26. April 1921…

Die Ausstellung „Ungesühnte Nazijustiz“ sorgte vor 60 Jahren für Furore – zu einer Zeit, als noch kaum jemand im Nachkriegsdeutschland an Aufarbeitung dachte. Der deutsche Generalbundesanwalt Max Güde bestätigte die Authentizität und Echtheit der ausgestellten Unterlagen.

Kraftvoll, gerne kernig, derb, dreist, immer volksnah, bildhaft in Wort und Stil, greift er in seiner „Deutschen Chronik“ kühn an, was sich seiner Gegenwart in den Weg stellt: absolutistisch regierende Fürsten, kriechende, katzbuckelnde Höflinge, das „Geschmeiß in den Amtsstuben“, den katholischen Klerus.

Am 17. September 1945 erhalten drei Deutsche die Lizenz für ein unabhängiges Blatt: Henry Bernhard, Karl Ackermann und ebenjener Rundfunkmann von Radio Stuttgart – Josef Eberle.

Organisiert vom früheren Freikorpsführer Pabst, der schon die Ermordung Liebknechts und Luxemburgs befohlen hatte. Finanziell unterstützt wurden die Putschisten von Teilen der Industrie und Banken. Aushängeschild war Wolfgang Kapp, ein Ostelbischer Junker und Aufsichtsrat der Deutschen Bank.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Erich Schairer verfasste die ersten zehn Jahre praktisch lückenlos wöchentliche Leitartikel für seine „Sonntags-Zeitung“. Nur in den Jahren 1931 und 1932 wird zeitweise sein Mitarbeiter Hermann List zum Leitartikler.
Hetze und Verunglimpfung – Als sich Kurt Eisner am 7. November 1918 zum Ministerpräsidenten Bayerns ernannte und den Freistaat begründete, wurde er damit überhaupt zum ersten jüdischen Repräsentanten an der Spitze eines deutschen Landes. Sofort wurde er mit antisemitischer Hetze überzogen.
Mit 78 Jahren ist in Heilbronn mein Onkel Abraham Gumbel, den Lesern dieser Zeitung als „Emel“ bekannt, sanft in das Land gegangen, aus dem es keine Wiederkehr gibt. lm Dorfe Stein am Kocher, wo unsere Ahnen seit über 200 Jahren ansässig waren, ist er geboren, in Heilbronn bestattet. Mit ihm starb einer der wenigen unabhängig…

Mit dem Chefredakteur der linken „Sonntags-Zeitung“ Erich Schairer (der nach dem Krieg Chefredakteur der „Stuttgarter Zeitung“ wurde) verband ihn ein enges Verhältnis. In verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften bezog er Stellung gegen die in der übrigen Presselandschaft geleugnete deutsche Kriegsschuld. Gumbel nahm unter dem Pseudonym Emel kein Blatt vor den Mund.
Der Schriftsteller Arnold Zweig sagte schon 1925 von den Büchern Emil Julius Gumbels (1891–1966), sie würden „in die Blutkeller der deutschen Reaktion hineinleuchten“. Wie richtig Zweig damit lag, ist am Lebensweg Gumbels, Mathematiker in Heidelberg, Statistiker und politischer Publizist, abzulesen.
Die Hohenzollern, denen es bekanntlich sehr schlecht geht, führen einen Rechtsstreit, um von der deutschen Republik eine Jahresrente von 1 1/2 Millionen herauszuschlagen. Sie glauben einen berechtigten Anspruch darauf zu haben, daß das Volk, das sie in die Tinte geritten haben, dafür auch ordentlich bleche. Damit sie standesgemäß weiterleben können. „Standesgemäß“, d. h. wie es…

Am 19. September 1902 ließ Wilhelm II. auf der Grimnitzer Heide ein Denkmal errichten, das vermeldete, daß er hier den 200. Hirsch „zur Strecke gebracht“ habe. Im Jahre 1900, beim Streik der Straßenbahnangestellten in Berlin, schickte Wilhelm II. an das Kommando des Gardekorps ein Telegramm, in dem es hieß: „Ich erwarte, daß beim Einschreiten der…

Die unheilvollen Kräfte, die Deutschland seit zehn Jahren ins Verderben gestürzt, rumoren unheimlich weiter. Es scheint, als ob die Masse dieses Volkes aus den blutigen und tragischen Lehren seiner Vergangenheit nicht das Mindeste gelernt habe. Vor allem nicht die Schicht, die einst selbst von sich rühmte, daß sie „Bildung und Besitz“ repräsentiere. Nicht die leiseste…
Eine unerfüllte Profezeiung Walther Rathenaus: „Wir stehen am Grabe der großkapitalistischen Epoche. Der Hochkapitalismus ist zu Ende, nicht das Kapital. Das wird uns alle lange überleben, gleichviel ob als Staats- oder persönliches Kapital. Doch der Hochkapitalismus als Weltbewegung ist – obwohl er im Westen seinen höchsten Gipfel noch nicht erreicht hat – ein gestorbener Koloß.…
Am 2. Oktober 1946 erschien im Feuilleton der Stuttgarter Zeitung zum ersten Mal die Rubrik „Fünf Minuten Deutsch“. Ich wollte mir damit, wenn auch nur in Form eines Stoßseufzers (denn das Papier war kostbar), den Ärger über das schlechte Deutsch der Zeitgenossen von der Seele schreiben, den ich von Berufs wegen tagtäglich zu leiden hatte.…
Im Oktober 1929 riss die Finanzkrise an der Wall Street die Weltwirtschaft in den Abgrund. Die Weimarer Republik traf der Schock schwer. Doch erst die Deflationspolitik der Regierung Brüning wurde Deutschland zum Verhängnis – und ebnete Adolf Hitler den Weg.

Nach 1918 setzte rasch ein Prozess des Verdrängens ein. In der Depression über die Niederlage im Westen vergaß man ganz, wie euphorisch man ein halbes Jahr zuvor den Friedensschluss im Osten bejubelt hatte, der noch einmal die Aussicht auf einen Gesamtsieg zu eröffnen schien. Und in der allgemeinen Empörung über den „Schandfrieden“ von Versailles übersah…

da die deutsche Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg nicht wohl bestritten werden kann, wäre es höchst praktisch, Deutschland wenigstens für den Ersten Weltkrieg einen Freispruch zweiter Klasse einzuhandeln, in einer Reihe mit den anderen vier europäischen Großmächten, „wegen entschuldbaren Verbotsirrtums“ gewissermaßen. Unglücklicherweise zeigen die neuesten Forschungen, daß davon nicht die Rede sein kann.
Während der letzten Monate sind bei uns eine ganze Anzahl Autoführer, die Verkehrsunfälle verschuldet hatten, zu harten Freiheitsstrafen verurteilt worden. Und vielleicht hat mancher Zeitungsleser sich darüber verwundert oder — je nach der Einstellung — die Verurteilten heimlich sogar bedauert. Aber mit Unrecht. Denn worum es sich hier handelt, das ist nur die deutsche Form…

Der deutsche Reichstag ist am 21. März mit einer ungewohnten Feierlichkeit zusammengetreten: um sich selber zu Grabe zu tragen. Die Geschichte ist reich an Ironien. Aber ein Parlament, das sich selber in dieser Weise ausschaltet, eine parlamentarisch sanktionierte Diktatur wie die jetzige deutsche: das ist wirklich kein alltägliches Ereignis.